Programm-Trialogischer-Tag-2017-November

In trialogischer Tradition wollen wir an diesem Tag der bewusst provokanten These:

Borderline zerstört Familien

nachgehen.

Anmeldungen bitte per Mail an: info@beraterin-thiel.de mit dem Betreff: Trialogischer Tag 03.11.2017

Viele Betroffene Familien schildern in unterschiedlichen Settings immer wieder dieses Gefühl. Doch ist es rein sachlich wirklich so? Wenn wir eine Meta Ebene einnehmen und uns die Fallbeispiele und Schilderungen anhören, stimmen wir dann dem subjektiven Gefühl zu? Können wir auf falsche Wahrnehmungen hinweisen? Können wir gemeinsam die Sichtweise verändern und einen anderen „Blickwinkel“ aufzeigen?

Welche Unterstützung gibt es für Familien?

Seit dem 02.06.2017, dem ersten Symposium in Berlin, ist es bekannt gewordeän, das die Altersgrenze für die Diagnose

F 60.31 (Borderline Persönlichkeitsstörung) aufgehoben wurde.Doch was heißt das jetzt für die Unterstützungssysteme? Ich befürworte grundsätzlich das die Diagnose schon sehr frühzeitig gestellt werden kann, wenn es dann auch adäquate Unterstützungsangebote für die Familien und die jungen Menschen gibt, die mit dieser Diagnose konfrontiert werden.

Gut ist eine sehr frühe Diagnosestellung wenn sofort und unverzüglich ein Netzwerk an Therapeutischen Maßnahmen, Unterstützung für die Eltern und Geschiwister, die gesamte Familie und auch sozialpädagogischen Maßnahmen angeboten werden können.

Mir sind allerdings keine dieser Unterstützungen bekannt. Das mag daran liegen, das ich ausschließlich mit Erwachsenen arbeite. Mir fehlt die Ausbildung für Kinder und Jugendliche.

In soweit ist mein Hilfsangebot sehr eingeschränkt auf die Angehörigen, die ich mit gezielten Maßnahmen, wie z.B. Psychoedukation, Achtsamkeitstraining und dem Erkennen und auch Äußern von Grenzen, ein wenig schulen kann.

Das hilft den Angehörigen, sicher, aber wer hilft den jungen Menschen? Es kann viel Leid erspart werden, wenn hier direkt an die Diagnostik anschließend auch ein breit gefächertes Angebot an Unterstützung erstellt wird.

Von niederschwelligen Angeboten, wie Selbsthilfe für Menschen im Alter von 13 – 18 Jahren, über Peerberatung, bis hin zu wirkungsvollen und breitgefächerten Therapieangeboten, die auch systemischen Ansätze und Familientherapeutische Settings enthalten sollten.

So kann für alle Beteiligten viel Leid und Schmerz vermieden werden.